Leichte Strickmuster Anleitungen zum Nachmachen

strickmuster pullover

Jeder strickt Muster

Unabhängig davon, ob du es beabsichtigst oder nicht: du strickst immer Muster. Denn die Art und Weise, wie du strickst, machen das Ergebnis deines fertigen Gesamtwerkes aus. Dazu gehören nicht nur Dinge wie Wolle und Nadel, sondern auch, ob du fest oder locker strickst.
Fange niemals ein Werk an und lasse es dann von jemand Anderem fertig stricken. Du wirst es nicht denken, doch es können große Unterschiede feststellbar sein. Und du willst ja sicherlich ein schönes Strickwerk zum Schluss in den Händen halten.
Um ein Strickmuster zu entwerfen, brauchst du ein paar grundlegende Kenntnisse, damit sie schön und sauber zur Geltung kommen. Es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade, um Muster zu stricken. Je nachdem, ob du Anfänger oder Fortgeschrittener bist, wird das eine oder andere leichter oder schwerer fallen.

Das erwartet dich:

Wie entstehen Strickmuster?

Mit dem Stricken kamen gleich zu Beginn zahlreiche Strickmuster auf. Die Muster sind hübsch anzusehen und machen Spaß sie zu entwerfen. Dadurch wird das simple rechts-links Stricken zu einem Hingucker. Es gibt zahlreiche Arten, wie gestrickt werden kann, um ein Muster zu erzeugen. Je nach Land und Kultur tauchen verschiedene Vorlieben auf. Natürlich kann nicht jedes Strickmuster mit dem selben Werkzeug gestrickt werden.

Welche Strickmuster gibt es?

Hier habe ich dir eine kleine Auswahl erstellt, welche Muster möglich sind. Natürlich ist die Auswahl sehr viel größer und kann ständig ergänzt werden.

Zopfmuster: Das Muster für Jedermann

Klassische Strickmuster wie das Zopfmuster haben einen winterlichen Charakter, der an nordische Pullover erinnert. Das Muster kann auch prima von Anfängern gestrickt werden, auch wenn es sich „nur“ um Mützen, Schals oder Loops handelt

Ährenmuster: Dem Stricker gebührt alle Ähre

Ährenmuster verdanken ihren Namen dem Getreide, dem sie ähnlich sehen. Das Strickmuster eignet sich für verschiedene Produkte, hauptsächlich sind sie eher in traditionellen Gewändern wiederzufinden und finden in der heutigen Mode eher weniger Verwendung. Wie beim Getreide selbst, gibt es auch beim Strickmuster verschiedene Arten, dazu gehören das Hafer-, Gerstenhalm- und Weizenmuster.

Fallmaschen: Auch im Sommer tragbar

Durch das Fallenlassen einzelner Maschen, wird das Muster sehr leicht und durchsichtig. Es entstehen „Löcher“, die sich senkrecht abbilden. Je nach Wolle bildet sich das Muster deutlicher heraus.

Trachtenmuster: Traditionsverbunden

Für das Stricken werden meist raue Naturgarne verwendet, die in den trachtentypischen Farben wie Grün und Braun zur Verfügung stehen. Elemente wie Zöpfe, Rauten und Perlmuster treten dabei besonders häufig auf.

Spitzenmuster: Das ist Spitze!

Ein Spitzenmuster ist beispielsweise eine sehr feine und filigrane Arbeit. Es ist sehr aufwendig und ein genauer Plan ist notwendig, um ein gutes Ergebnis zu erhalten. Dabei kommen nicht bloß zwei Stricknadeln zum Einsatz, sondern ein Nadelspiel. Alle Werke beginnen im Mittelpunkt und nehmen nach außen hin ihre Form an. Ovale, quadratische oder runde Deckchen entstehen dadurch. Das Strickmuster entwickelt sich nach und nach. Dieses Strickmuster ähnelt einem großen Spinnennetz mit einzelnen Verflechtungen.

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Rechte und linke Maschen

Als Basis des Stricken gelten linke und rechte Maschen, die bereits ein eigenes Maschenbild entwickeln. Eine rechte Masche entsteht durch hindurchziehen des Fadens. Dabei wird der Faden von hinten durch die auf der nadelliegende Masche gezogen. Im Gegensatz dazu wird bei der linken Masche der Faden von vorne durchgezogen. Das bedeutet, dass der neue Faden vorne auf der Masche liegt. Diese Maschen haben die Besonderheit, dass sie wechselbare Strickmuster sind. Wenn man ein rechte Maschen strickt und das Werk umdreht, hat man auf der Rückseite ein linkes Strickmuster. Ebenso ist es bei den linken Maschen, die auf der Rückseite ein rechtes Strickmuster aufweisen.

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Das Zopfmuster – Strickmuster für Anfänger

Du möchtest einen Schal oder eine Mütze stricken, aber nur rechte und linke Maschen sind dir zu einfach? Versuche es mit einem Zopfmuster! Das Strickmuster erinnert an einen rustikalen Stil, der leicht nachzumachen ist. In der Kombination mit linken Maschen, wirkt das Strickmuster besonders auffallend und sticht gut hervor.

Meine Empfehlung: Das Zopfmuster gehört zu meinen Lieblingsmustern, es sieht aufwendig aus, aber ist leicht zu stricken.

Das brauchst du, um ein Zopfmuster zu stricken

Du benötigst neben deiner Wolle und passenden Nadeln eine Hilfsnadel. Es gibt spezielle Zopfmuster- oder Hilfsnadeln, die eine Wölbung haben, um keine Maschen durch Abrutschen zu verlieren. Falls du keine zur Hand hast, eignet sich auch gewöhnliche Nadel von einem Nadelspiel. Die Nadel sollte 0,5-2 Stärken dicker sein.

So funktioniert’s

Das gesamte Muster wird einfach nur im Wechsel mit linken und rechten Maschen gestrickt, die du ja bereits beherrschst. Als Beispiel für den Anfang eignet sich eine Wolle mit einer Nadel in der Stärke 8. Die Zöpfe werden im Strickmuster 6 rechte Maschen im Wechsel mit 4 linken Maschen gestrickt.

  • Beginne mit 2 linken Maschen.
  • Anschließend benötigst du die Hilfsnadel, um 3 Maschen abzustricken. Die 3 Maschen bleiben auf der Nadel vorerst ruhen. Lege diese Nadel hinter dein Werk.
  • Stricke nun erneut 3 rechte Maschen mit deiner Arbeitsnadel.
  • Nimm die Hilfsnadel erneut in die Hand und stricke diese 3 Maschen wie ganz gewöhnliche rechte Maschen. Danach ist deine Hilfsnadel „leer“.
  • Stricke 2 linke Maschen.

Du beginnst nun wieder von vorne mit 2 linken Maschen, danach 3 rechte Maschen auf die Hilfsnadel, 3 rechte Maschen auf die Arbeitsnadel, Abstrichen der 3 rechten Maschen von der Hilfsnadel auf die Arbeitsnadel, 2 linke Maschen. Wenn die Reihe fertig gestrickt ist, strickst du die nächsten Reihen ganz gewöhnlich weiter: 2 linke Maschen, 6 rechte Maschen, 2 linke Maschen Je nachdem wie lange du das machst, wird der Zopf länger. Hier empfehle ich 6 Reihen zu stricken, bevor erneut mit der Hilfsnadel gearbeitet wird. Das Strickmuster mit Zöpfen kann jedoch individuell in Länge und Breite beeinflusst werden. Dadurch wirkt es immer ein wenig anders.

Zopfmuster mit 3 Zöpfen

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Das war das Zopfmuster mit zwei Strängen, es kann natürlich weiter ausgebaut werden. Als Hilfestellung dient das anschließende Video, in dem der Wechsel der drei stränge gut erklärt wird.
Natürlich kann das Zopfmuster weiter ausgebaut werden, wenn du die Grundtechnik beherrschst. Das bekannteste Strickmuster ist der keltische Zopf, wobei die einzelnen Zöpfe sehr schön ineinander verflochten sind. Die Hilfsnadel kommt dabei in jeder Runde zum Einsatz. Als Ergänzung zum Zopf kannst du Noppen einbetten. Diese betonen den Zopf mehr und umspielen ihn. Strickmuster wie Doppelrauten sind sehr aufwendig und kompliziert. Sie sind eher unbekannt und werden nicht ganz so häufig gestrickt, da man viele Techniken dazu beherrschen muss.

erstellt am: 05.08.2017 | von: Sarah Schimmel

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