Stricken lernen

Stricken für Anfänger

Stricken haben die meisten von uns bereits in der Schulzeit lernen müssen. Damals war es oftmals ein Zwang, besonders für Jungs. Nachdem das Thema in der Schule erledigt war, wurden die Techniken schnell vergessen und nur wenige haben sich danach wieder mit Handarbeiten beschäftigt.
Dabei sind Handarbeiten und selbstgemachte Dinge zur Zeit voll im Trend. Denn du kannst Farbe, Stil und Muster selbst festlegen und besitzt ein wahres Unikat. Es macht Spaß sich etwas selbst zu erschaffen und danach stolz auszuführen.
Für alle Strick-Neulinge, Wiedereinsteiger und auch Fortgeschrittene haben wir hier einen kleinen Überblick über die wichtigsten Techniken und Kniffe des Strickens gesammelt.

Lerne stricken

Die Vorgehensweise ist einfach: gehe die einzelnen Schritte nacheinander durch, um verschiedene Strickkniffe kennenzulernen. Die Reihenfolge richtet sich nach der Notwendigkeit und Relevanz der einzelnen Technik.
Grundsätzlich brauchst du für alle Schritte das selbe: Wolle und Nadel.
Für den Beginn eignet sich eine Nadelstärke von 3-4 und die dazu passende Wolle.

Grundtechniken des Strickens

Maschenanschlag

Als erstes beginnst du mi dem Maschenanschlag. Denn der ist notwendig, um die Maschen auf die Nadeln zu bringen. Somit ist der erste Schritt, um mit dem Stricken beginnen zu können, getan.

Und so leicht geht es:

Nimm die Wolle und lege sie auf den Handrücken. Dann führe sie durch kleinen Finger und Ringfinger nach vorne. Die Wolle verläuft über Handfläche und geht zwischen Zeige- und Mittelfinger nach hinten. Schlinge die Wolle um den Zeigefinger.
Anschließend nimmst die Wolle nach vorne und lege sie um den Daumen (Im Uhrzeigersinn).
Nun hält die Wolle zwischen Mittel- und Ringfinger, sowie kleinem Finger.
Jetzt brauchst du deine Nadeln, mit ihnen stichst du von unten in die Schlaufe um deinen Daumen. Dann hebst du mit Hilfe der Nadeln die Wolle von deinem Zeigefinger herunter und ziehst diese durch deine Daumenschlaufe nach vorne. Dabei lässt du die Schlaufe von deinem Daumen rutschen und du hast die erste Masche auf deiner Nadel.
Jetzt musst du erneut die Wolle um deinen Daumen legen, damit sich eine Schlaufe bildet und wiederhole den schritt, bis du die notwendige Anzahl von Maschen auf deinen Nadeln liegen hast.

Linke Maschen

Die linken Maschen gehören zu den Basics des Strickens. Du kannst sie einzeln stricken oder in Kombination mit rechten Maschen. Außerdem kannst du sie anwenden, um Strickmuster zu erzeugen.
Dein Arbeitsfaden liegt bei linken Maschen immer vor der Arbeit. Du stichst in die erste Masche von vorne ein. Und die rechte Nadel liegt dabei hinter dem Arbeitsfaden. Schlinge den Arbeitsfaden um deine Nadel und führe ihn zurück durch die Masche. Jetzt hast du bereits eine neue Masche auf deiner rechten Nadel liegen und die linke Nadel muss die Masche nur noch fallen lassen.

Rechte Masche oder auch kraus rechts stricken

Der Arbeitsfaden liegt wieder hinter der Arbeit. Dann stichst du mit der rechten Nadel von links in die Masche und ziehst den Arbeitsfaden hindurch. Somit liegt eine neue Masche auf der Nadel und du linke Nadel kann die Masche fallen lassen.
Die ganze Methode nennt sich auch kraus recht stricken. Nun strickst du die gesamte Arbeit nur mit rechten Maschen.

Glatt rechts stricken

Zuerst musst du rechte Maschen für die erste Reihe stricken. Wenn du deine Arbeit wendest, wird die nächste Reihe komplett mit linken Maschen gestrickt.
Somit erfolgt ein Wechsel der rechten und linken Maschen in Reihen.

Verschränkte Maschen

Die Methode der verschränkten Maschen besteht aus linken und rechten Maschen, die du verdreht abstrickst.
Beginne mit dem Stricken einer verschränkten linken Masche. Dabei stichst du aber von hinten in die Masche ein. Der Arbeitsfaden liegt vor der Arbeit. Diesen ziehst du durch die Masche durch. Schon liegt eine neue Masche auf der rechten Nadel.
Im nächsten Schritt strickst du eine verschränkte rechte Masche. Steche auch hier von hinten in die Masche ein und ziehe den Faden durch die Masche. Der Arbeitsfaden liegt wie gewohnt hinter der Arbeit.

Linke Maschen abheben

Beim Abheben von Maschen wandert eine Masche von der linken Nadel auf die rechte Nadel, ohne dabei verstrickt zu werden. Aber der Arbeitsfaden sollte vor deiner Arbeit liegen, dann musst du einfach mit der rechten Nadel in die Masche einstechen und von der linken Nadel abheben. Dadurch fällt sie von der Nadel und liegt auf der rechten Nadel.

Rechte Maschen abheben

Wie auch beim Abheben von linken Maschen, wird auch hier eine Masche von der linken auf die rechte Nadel übergeben, ohne abgestrickt zu werden. Der Arbeitsfaden liegt hinter der Arbeit und du stichst in die erste Masche von links nach rechts und ziehst sie auf die rechte Nadel. Dabei lässt die linke Nadel die Masche fallen.

Maschen aufnehmen

Manchmal ist es notwendig mehr Maschen aufzunehmen, damit sich eine Strickarbeit vergrößert. Dafür gibt es zwei Methoden:

  • Maschen innerhalb einer Reihe zunehmen:
    Aus dem Querfaden, der sich zwischen zwei Maschen befindet, gewinnst du eine neue Masche. Die linke Nadel nimmt diesen Querfaden auf. Und das wichtige dabei ist, dass du die Masche verschränkt abstricken musst! Dann sieht sie aus wie eine gewöhnliche Masche.
  • Maschen am Rand aufnehmen:
    Diese Methode eignet sich gut, wenn du mehrere Maschen auf einmal aufnehmen willst. Nehme den Faden und lege ihn um deine Hand, wie beim Maschen anschlagen und forme eine Schlinge um deinen Daumen. Nun gehst du auch so vor, wie beim Maschen anschlagen und stichst in die Schlinge ein. Wiederhole den Vorgang so oft, bis du gewünschte Länge erreicht ist.

Maschen abnehmen

Um etwas zu verkleinern oder enger werden zu lassen, musst du Maschen abnehmen.

Maschen innerhalb einer Reihe abnehmen:

Für diese Methoden musst du in zwei nebeneinander liegende Maschen einstechen. Ebenso kannst du das bei linken, als auch bei rechten Maschen machen. Dabei werden aus zwei Maschen auf der linken Nadel zu einer Masche auf der rechten Masche.

Maschen am Rand aufnehmen:

Wenn eine Strickarbeit auf der rechten Seite verschmälert werden soll, nimmst du die entsprechende Menge an Maschen auf der Hinreihe ab.
Stricke eine rechte Randmasche und hebe die nächste Masche auf die rechte Nadel, ohne abzustricken. Die nächste Masche wird rechts gestrickt. Steche mit der linken Nadel in die abgehobene Masche ein, die nun auf der rechten Nadel liegt. Ziehe die Masche über die gestrickte Masche drüber. Nun ziehe die linke Nadel aus der Masche. Die restliche Reihe wird normal gestrickt.

Am linken Rand Maschen verringern

Stricke wie gewohnt die Reihe. Die letzten beiden Maschen vor der Randmasche müssen nun zusammengestrickt werden. Mit der rechten Nadel stichst du von links in die zweitletzte und dann in die drittletzte Masche ein. Du holst dann den Faden mit der rechten Nadel durch beide Maschen hindurch. Somit hast du auf der rechten Nadel nur eine neue Masche liegen. Stricke die Randmasche wieder normal rechts und ebenso die gesamte Rückreihe.

Maschen abketten

Zu letzt musst du am Ende folgendes beachten: wenn du deine Arbeit fertig gestrickt hast, kannst du nicht einfach die Nadeln aus deiner Arbeit ziehen. Ansonsten wäre alles umsonst gewesen und du sitzt wieder vor einem Haufen Wolle. Daher müssen die Maschen sicher abgekettet werden.
Stricke zwei Maschen. Dann steche mit der linken Nadel in die erste abgestrickte Masche. Hebe die erste Masche über die zweite Masche und lasse die überzogene Masche von der linken Nadel fallen. Stricke eine nächste Masche und ziehe hier die zweite Masche über Nummer drei.
Wiederhole diese Schritte so lange, bis nur noch eine Masche auf der rechten Nadel liegt. Diese Masche wird mit dem Arbeitsfaden gesichert und die Nadel kann entfernt werden.

Maschen zur Runde schließen

Je nachdem welche Nadeln benutzt werden, musst du die Anfangs- und Endmasche zu einer Runde verbinden. Dies ist der Fall bei Nadelspielen und Rundstricknadeln.
Dabei wird einfach mit der Anfangsmasche weitergestrickt. Das einzige worauf du achten musst, ist eine ordentliche Ausrichtung der Arbeit. Und die Maschen dürfen nicht verdreht sein.

erstellt am: 05.08.2017 | von: Sarah Schimmel

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