Häkelmuster & Häkeltechniken ganz leicht selbst häkeln

Das Häkeln zählt zu den beliebtesten traditionellen Methoden der Wolleverarbeitung. Es geht darum, den Wollfaden mit einer Nadel besonders eng zu verknüpfen und dabei interessante Häkelmuster zu erzeugen. Mit einer normalen Stricknadel kannst du das nicht schaffen.
Für die Herstellung der interessanten Häkelmuster benötigst du natürlich Wolle oder Häkelgarn. Das Wichtigste für das Häkeln ist jedoch die Häkelnadel. Ohne die Nadel kannst du keine Häkelmuster erzeugen. Die Häkelnadel unterscheidet sich von der normalen Stricknadel durch ihre gebogene und hakenförmige Spitze. Damit kannst du das Garn besonders gut erfassen und zu Häkelmustern verarbeiten.

Das Häkeln ist eine junge handwerkliche Technik

Das Stricken und die Verarbeitung von Wolle oder von anderen Garnen, ist eine vergleichsweise uralte handwerkliche Technik. Ursprünglich haben Frauen schon seit vielen Jahrhunderten das Stricken ausgeübt. Im Unterschied dazu ist das Häkeln noch recht jung. Es wird angenommen, dass das Häkeln historisch irgendwann in den Jahren nach 1800 in Mitteleuropa entstanden ist und sich von hier aus dann schließlich erfolgreich auf der ganzen Welt verbreiten konnte.

Was du durch Häkeln herstellen kannst

Denke bloß nicht, dass du beim Häkeln nur klassische Topflappen herstellen kannst. Mit dem Häkeln kannst du kunstvolle Pullover, Mützen, Schals, Decken oder filigrane Eierwärmer und Puppenbekleidung erstellen. Hierzu kannst du dann nicht nur Wolle nutzen, sondern auch textile Garne und Werkstoffe, wie zum Beispiel edle Seide, Baumwolle oder alternativ auch diverse Arten von Kunstfasern.

Die grundlegenden Häkelmuster

Wenn du dich mit dem Häkeln beschäftigst, solltest du dazu die vier grundlegenden und elementarsten Häkelmuster kennenlernen und anwenden können. Hierzu gehören vor allem die Grundmaschen, auf denen dann sämtliche weiteren und anspruchsvolleren Häkelmuster aufbauen. Diese grundlegenden Häkelmuster sind die sogenannte Luftmasche, die feste Masche, die halbe Masche und die ganze Masche. Auf ihnen basiert letztendlich das gesamte Häkeln. Du musst sie erst einmal gründlich lernen, damit du dich dann mit den anspruchsvolleren Häkelmustern beschäftigen kannst. Dazu gehören zum Beispiel Brügger Häkelspitze, Klöppelspitze und irische Häkelspitze.

Die Luftmasche beim Häkeln

Die Luftmasche ist die Basis für jede moderne oder auch traditionelle Häkelarbeit. Um eine Luftmasche beim Häkeln erfolgreich herstellen zu können, musst du zunächst dein Häkelgarn zu einer einfachen Schlaufe formen. Nun holst du den Faden, welcher zum Knäuel hin führt, als weitere und neue Schlaufe nach vorn. Die Häkelnadel musst du nun von unten her hinter den Knäuelfaden führen und ihn aus der anfangs gebildeten Schlinge ziehen. So entsteht eine sogenannte Luftmasche. Häkelst du mehrere Luftmaschen hintereinander, kannst du eine Schnur erzeugen, die dir als Ausgangspunkt für rechteckige Häkelarbeiten und Stücke dienen kann. Werden hingegen drei oder auch vier Luftmaschen durch das Einstechen in die jeweils erste Masche durch die sogenannte Kettenmasche miteinander verbunden, so kann hierdurch eine ringförmige Häkelarbeit aus dem verwendeten Häkelgarn entstehen. Auch der Slipstek und der Kettenstek sind spezielle Ausführungen der Luftmasche. Der Slipstek ist ein einfacher Häkelknoten. Der Kettenstek ist hingegen eine dekorative Knotenkette.

Die feste Masche beim Häkeln

Um eine feste Masche herzustellen, musst du mit der Häkelnadel in eine vorhandene Masche einfach einstechen und eine Schlinge von dort heraus ziehen. Nun findest du auf deiner Häkelnadel dann gleich zwei unterschiedliche Schlingen. Das zum Knäuel führende Garn musst du mit deiner Häkelnadel jetzt durch beide Schlingen hindurch ziehen. Nach diesem sogenannten Abkettens hast du nun eine feste Masche gemacht. Um die notwendige Maschenanzahl zu erreichen, solltest du eine deine Häkelarbeit mit einer Reihe von Luftmaschen beginnen. Daran häkelst du daraus festen Maschen.

Die erweiterte feste Masche beim Häkeln

Eine Sonderform des Häkelns von festen Maschen ist die erweiterte feste Masche. Um sie herzustellen, stichst du mit deiner Häkelnadel in eine bereits vorhandene Masche ein und ziehst eine Schlinge heraus. Nun befinden sich zwei Schlingen auf deiner Häkelnadel. Das zum Knäuel hin führende Garn ziehst du nun mit deiner Häkelnadel durch die erste Schlinge hindurch. Nun befinden sich immer noch zwei Schlingen auf deiner Häkelnadel. Deshalb ziehst du nun ganz einfach nochmals das zum Knäuel hin führende Garn mit deiner Häkelnadel durch beide auf der Nadel befindlichen Schlingen hindurch. Auf diese recht einfache Art und Weise hast du nun die erweiterte feste Masche produziert. Möchtest du mehrere Reihen erweiterter fester Maschen häkeln, solltest du diese Reihen auch stets mit einer einfachen Reihe von Luftmaschen beginnen. Dadurch erzielst du die erforderliche Höhe deiner Häkelarbeit.

Das Stäbchen beim Häkeln

Um beim Häkeln das Stäbchenmuster zu erzeugen, musst du deinen Faden einmal um deine Häkelnadel herum schlingen oder winden, bevor du dann mit dieser Häkelnadel in eine feste Masche einstichst. Nun ziehst du auch eine weitere Schlinge aus der festen Masche heraus, in die du gerade eingestochen hast. Jetzt befinden sich drei Schlingen auf deiner Häkelnadel. Von diesen kannst du nun im nächsten Schritt zwei abketten. Die übrigen zwei Schlingen musst du dann im folgenden Arbeitsschritt separat abketten. Jede einzelne Stäbchen-Reihe, die du häkeln möchtest, solltest du jeweils mit drei Luftmaschen beginnen.

Das halbe Stäbchen

Auch das halbe Stäbchen ist ein wichtiges Häkelmuster, das du kennen solltest, bevor du dich dann den schwierigeren Häkelmustern zuwendest. Um ein halbes Stäbchen herzustellen, musst du ein Stäbchen mit einem Umschlag beginnen. Anschließend musst du dann gleich drei Schlingen in nur einem einzigen Zug abketten. Ein halbes Stäbchen ist grundsätzlich ein sehr hohes Häkelmuster, denn es hat jeweils die Höhe von insgesamt gleich zwei einfachen Luftmaschen.

Das Mehrfach-Stäbchen

Zusätzlich zum Stäbchen oder zum halben Stäbchen kannst du auch noch das beliebte Häkelmuster des sogenannten Mehrfach-Stäbchens bei deiner Häkelarbeit erzeugen. Die häufigste Form des Mehrfach-Stäbchens ist das Doppelstäbchen. Ein Doppelstäbchen beginnst du mit dem zweifachen Umschlagen, ein Dreifachstäbchen hingegen mit dem dreifachen Umschlagen. Beim erfolgreichen Abketten kommt es nun darauf an, dass es dir gelingt, zwei Schlingen zu einer einzigen reduzieren zu können. Das ergibt eine Mehrfachabkettung durch welche du ganz besonders hohe Stäbchen erzeugen kannst.

Die Kettenmasche beim Häkeln

Auch die Kettenmasche ist ein wichtiges Häkelmuster, das du kennen solltest. Dann kannst du mit schwierigen und künstlerisch anspruchsvollen Häkelmustern beschäftigen. Dafür wird der Faden jeweils in nur einem einzigen Zug durch die Einstichstelle und durch die auf deiner Häkelnadel jeweils befindlichen Schlingen hindurch gezogen. So lassen sich deine Häkelmaschen ganz shcnell miteinander verbinden. Auch lassen sich Ketten von Luftmaschen so zu einem Ring verschließen. Kettenmaschen ermöglichen es dir außerdem, in Arbeitsrichtung weiter zu häkeln, ohne dass deine Häkelarbeit dadurch deutlich größer werden muss.

Anspruchsvolle Häkelmuster

Die meisten anspruchsvollen Häkelmuster bestehen nur aus einer Kombination der vorgestellten Grundmuster und grundlegenden Techniken. Hier wären beispielsweise zu nennen: das Strukturmuster, das mehrfarbige Muster oder das Lochmuster. Ferner das Büschelmuster, die Gittertechnik mit Blättern, das Schwalbenmuster, das Reliefmuster, das Relief-Stäbchen, das Reliefstrahlenmuster, das Filetmuster, das Fenstermuster, das Filetgitter, die aufgeworfenen Rauten, die kleinen Blüten, das Wiener Schleifchenmuster, das Muschelmuster, das Wellenmuster, das dünne Rautenmuster, das dicke Rautenmuster, der Wellengang, das Tropfenmuster, das Lochmuster, das Sternchenmuster, das Fisch-Schuppenmuster, das Topflappen-Häkelmuster und vieles anderes mehr. Es gibt unzählige Häkelmuster und es wäre sehr umfangreich, alle näher zu erklären. Der Kreativität sind dabei grundsätzlich keinerlei Grenzen gesetzt und die Anwendung basiert auf der Kombination der vorgestellten Häkelarten.

Das Amigurumi-Häkelmuster

Das Amigurumi ist ein moderner japanischer Häkeltrend. Mit diesem lassen sich besonders kleine und liebevolle Puppen, Tierchen und sonstige Gegenstände aus Häkelgarn herstellen. Amigurumi-Häkelarbeiten sind äußerst klein, fein und filigran und erreichen daher nur höchst selten Größen, die über 10 cm oder maximal jeweils 15 cm hinaus sind. Hierbei wird Häkelgarn in Spiralen oder in Runden entsprechend verarbeitet. Amigurumi-Häkelarbeiten werden meist aus unterschiedliche separat gehäkelten Segmenten und Bestandteilen zusammen gesetzt. So ist es zum Beispiel üblich, bei Puppen den Körper, den Kopf und schließlich auch die Gliedmaßen, generell separat zu häkeln, um sie dann anschließend nur noch zusammen zu nähen.
Meist werden Amigurumi-Puppen auch mit kleinen Styropor-Kügelchen gefüllt, sodass eine beinahe schon lebensechte Anmutung und Haptik beim Berühren dieser äußerst filigranen Gegenstände entstehen kann.

erstellt am: 05.09.2017 | von: Sarah Schimmel

Qualität bedeutet, der Kunde kommt zurück, nicht die Ware.

Schnelle Lieferung

In 1-3 Werktagen ist Dein Produkt bei Dir zu Hause

Handgemacht

Alle Mützen sind von Hand gehäkelt

100 Tage Rückgaberecht

Du kannst Deine Artikel in aller Ruhe anprobieren und Dich entscheiden